Produktionen

Bisherige Produktionen 2012 – 2019

Drecksklub Produktionen siehe unter Der Drecksklub

 

2019 | ZUM ABGRUND – ein Apocalyptical nach Erich Kästners Fabian

ab 14 Jahren   KARTEN gibt’s HIER

im LOT-Theater Braunschweig | Premiere: Dienstag 29. Oktober 2019 – 11:00 Uhr | Mittwoch 30. Oktober 2019 – 10:00 + 20:00 Uhr | Donnerstag 31. Oktober 2019 – 20:00 Uhr | Freitag 01. November 2019 – 11:00 + 20:00 Uhr | Samstag 02. November 2019 – 20:00 Uhr

ZUM ABGRUND – ein Apocalyptical nach Erich Kästners Fabian

Erich Kästner beschrieb in seinem Roman „Fabian“ den Verfall der Werte und die gleichzeitige Radikalisierung der Gesellschaft Ende der 1920er Jahre.  „agentur T“ untersucht in ihrer neuen Produktion, ob diese Zeit mit den heutigen Entwicklungen vergleichbar ist. Das Ergebnis: Ein Apokalyptical

Wir berichten direkt vom Abgrund. Eine unnennbare Bedrohung weht uns aus seinem Schlund entgegen. Getrieben von den Strömungen und Krisen der Zeit beobachten wir den Gang vor die Hunde. Dinge, auf die wir gehofft und gebaut hatten, werden infrage gestellt: moralische Grenzen, Normen und schließlich auch die Demokratie.

Wir stehen hier mit Fabian, dem selbsternannten Fachmann für Planlosigkeit, und schmeißen eine große exzentrische Party. Zeitgleich befinden wir uns dabei im Jahr 1930 und 2019. Wir erstreben Freiheit, Sex, Zukunft und Identität, suchen die Vernunft in unvernünftigen Zeiten und agieren zwischen politischer Fragilität und wirtschaftlicher Unsicherheit. Dabei erkennen wir das Streben nach autoritären Strukturen, das Erstarken extremer Randgruppen und das Schrumpfen der gesellschaftlichen Mitte.

Neben Recherche in Wissenschaft, Zeitzeugenberichten etc. suchte das Ensemble auch nach Verbindungen in der Ästhetik, dem Sound und dem Look der beiden Zeitfenster. So werden Fakten begleitet von Musik, Dokumentationen multimedial aufbereitet und Dystopien mit Humor angereichert.

Eine Produktion der agentur T in Kooperation mit dem LOT-Theater| von und mit Mirja Lendt und Martin von Hoyningen Huene sowie Silke Stephan und Thomas Kleinert | Musik-Komposition, Filme, Dramaturgie, Produktionsleitung und Tschingbum: agentur T | Musikproduktion: Philipp Preuß | Assistenz: Anne-Marie Klinger | Technik: LOT-Technik-Team | Foto: Faktotum Medienproduktion

Gefördert von:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stiftung Niedersachsen, Stadt Braunschweig und Demokratie Leben

2018-2019 | Die Sumpfstreunerin

Ein Stück über Entscheidungen mit viel Musik, Filmen, Figuren und echten Menschen für Kinder und Erwachsene von 8 bis 800 Jahren.

Morja und ihr Bett sind im Moor zuhause – zwischen Pfützen und Sträuchern. Das ist aber ganz normal, denn dort leben auch ihre Freunde, die muntere Kakerlake und die schwermütige Hirschkuh. Jeden Tag muss Morja Entscheidungen treffen: einige sind recht einfach, andere könnten schlimme Auswirkungen haben. Und es gibt Dinge, die kann man nicht entscheiden. Tief im Sumpf trifft sie auf furchtlose Fragensteller und zwielichtige Ratgeberinnen! Auf strenge Regelmacher und lebhafte Wirklichkeitsverdreherinnen! Auf Antwortgeberinnen und Mitläufer, die alle ihre Entscheidungen beeinflussen wollen – und sie dann noch komplizierter machen. S

oll ich die Augen öffnen oder lieber zu lassen? Wohin soll ich gehen? Wen frage ich? Und wenn ich Antworten bekomme, mache ich dann vielleicht genau das Gegenteil? Im Fragen-Morast wird gemeinsam mit dem Publikum nach Lösungswegen gesucht.

agentur T inszeniert u.a. seit 2013 die Show „Der Drecksklub“ am LOT-Theater. Einige Figuren aus dem dort entstandenen Kosmos werden auch in dieser humor- und fantasievollen Inszenierung anzutreffen sein!

Eine Produktion der agentur T | von und mit Mirja Lendt und Martin von Hoyningen Huene sowie Silke Stephan und Thomas Kleinert | Musik-Komposition, Filme, Dramaturgie, Produktionsleitung und Tschingbum: agentur T | Musikproduktion: Philipp Preuß | Assistenz: Katerina Brausmann | Technik: LOT-Technik-Team

Gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Sparkassenstiftung, der Stadt Braunschweig und der Stiftung Niedersachsen 

Wiederaufnahme bei den Kinder- und Jugendtheatertagen Februar 2019 im LOT-Theater.

 

 

2017-2018 | „Fisch mich nicht! Meerjungmannfrau sucht Vollkommenheit.“

eine musikalisch-theatrale Collage unter dem Meer für alle ab 12 Jahren

Warum denkt die kleine Meerjungfrau eigentlich, dass sie ihre Flossen und ihre Stimme hergeben muss, um einem Prinzen zu gefallen? Vielleicht hätte es ja auch so was werden können mit den beiden. Warum verheimlicht sie ihre Identität, versteckt ihren ursprünglichen Körper? War sie nicht von vorneherein perfekt, so wie sie war?

agentur T setzt sich mit ihrem Stück mit den Perfektionsvorstellungen unserer Gesellschaft auseinander. Die multimediale-theatrale Collage verbindet Meerjungfrau Mythen, biografische Elemente, Musik, philosophische Aspekte und Gender Theorien zu einer authentischen, humorvollen und tiefgründigen Inszenierung. Die beiden Darstellerinnen beschäftigen sich auf der Bühne mit dem Thema der Vollkommenheit und setzen sich auch mit ihrer eigenen Jugend auseinander, anhand von persönlichen Tagebucheinträgen. Interviews mit Jugendlichen sowie geistes-, sozial-, und naturwissenschaftliche Theorien komplementieren die Collage. Den theatralen Rahmen bilden Meerjungfrau Mythen, die entschlüsselt und dekonstruiert werden. Das Motiv der Meerjungfrau dient als Metapher für Wesen auf der suche nach Vollkommenheit.

Eine Produktion der agentur T | Spiel: Mirja Lendt, Silke Stephan | Musik/Sounds: Philipp Preuss, Martin von Hoyningen Huene | Assistenz: Katerina Brausmann | Filme: Mirja Lendt | Dramaturgie, Produktionsleitung, Grafik: agentur T | Technik: Mathias Filbrich | Foto: Faktotum Medienproduktion | Bühnenbild i.Z.m. Ingo Latermann.

Gefördert von Stadt Braunschweig Kulturinstitut, Kooperation im Rahmen der Kinder- und Jugendtheatertage 2017 mit dem LOT-Theater e.V.

→2018 Wiederaufnahme durch die überregionale Veranstaltungsreihe SPIELPLATZ NIEDERSACHSEN, die ein qualifiziertes Theatererlebnis für Kinder und Jugendliche bietet.

agentur T: Fisch mich nicht | Foto: Faktotum Medienproduktion

 

2016 | „Schwarzer Windmond Roter Wein.“

Chanson Abend alias akustischer Film Noir Abend

„Es gab, wie gesagt, in dieser Geschichte einen Haufen verrückter Menschen, recht durchgedrehtes Volk, sie wurden fast alle in üble undurchsichtige Dinge verwickelt, selbst die, die sich sträubten.“ (Anna Seghers, in: Transit, 1944)

Chansons sind politisch und komisch, berichten von Liebe und Hass, sind ironisch und bissig, sie gehen unter die Haut. Die in sich geschlossenen Lied-Stücke erinnern an expressiv vertonte Kurzfilme. Sie könnten auch ein „akustischer Film Noir“ sein, da sie ein ähnliches Genre bedienen: Zwielichtige Geschichten von existentiellen Krisen, ergreifende und zerrüttete Beziehungen, gefährliche und schöne Personen, die zwischen den Fronten von Moral, Gesetz und Verbrechen agieren. In diesen vertonten Erzählungen spiegelt sich unsere Wahrheit, genau wie im dunkelroten Wein, der uns an den Sommer erinnert und an das, was wir verpasst haben könnten.

Der schwarze Windmond – eine alte Bezeichnung für den Monat November – bietet die passende Atmosphäre für diesen „akustischen Film Noir“ Abend“ mit Liedern von u.a. Brecht, Holländer, Tucholsky, entsprechenden modernen Interpreten sowie Eigenkompositionen.

Mirja Lendt und Philipp Preuss sind seit einigen Jahren musikalisch in Braunschweig tätig. Besonders durch die intensive Zusammenarbeit in der Show „Der Drecksklub“ entstand ein großes Repertoire an Liedern, die hier als Duo interpretiert werden.

Eine Veranstaltung der agentur T | mit Mirja Lendt (Gesang), Philipp Preuss (Klavier) | Dramaturgie: Martin von Hoyningen Huene, Mirja Lendt

Schwarzer Windmond Roter Wein | agentur T | Foto: S. Niemczyk / Grafik: agentur T

2016 | „LOST in NEWS“

eine musikalische Medienkritik für Jugendliche ab 14 Jahren

News, News, News! Überall, zu jeder Zeit, auf jedem Gerät und an jeder Ecke.

Informationen strömen auf mich ein. Ich bin eine Schaltstelle geworden, die Nachrichten sortiert, auswählt, vorträgt oder verwirft. Du kannst mich auch Moderatorin nennen, vielleicht verstehst du dann besser, was ich mache. Ich stelle dir Nachrichten vor, aber ich lese nicht. Ich singe, ich reime, ich täusche dich! LOST in NEWS ist ein Spiel mit Informations-Wahrnehmung. Ein Stück über mediale Manipulationsmöglichkeiten. Nachrichten werden musikalisch umgesetzt, verändert, beschnitten und schleichend manipuliert. Das offensichtliche Spiel mit Informationen, das direkt auf der Bühne stattfindet, dient einer Sensibilisierung für das Thema der Medienkritik. Gerade in der Zeit der Massenmedien ist Reflexion nötig aber schwer: Welche Nachricht ist wichtig? Welche Nachricht ist ausreichend recherchiert? Welche Nachricht soll informieren? Welche manipulieren? Wie finde ich meinen Standpunkt zwischen Emotionalität und Fakten?

Eine Produktion der agentur T | Spiel, Filmprojektionen: Mirja Lendt | Musik, Sounds: Philipp Preuß | Dramaturgie, Produktionsleitung: Martin von Hoyningen Huene | Assistenz: Silke Stephan | Technik: Daniel Wieschnewski

Die Kinder- und Jugendtheatertage 2016 werden gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der Stiftung Niedersachsen, der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, der Braunschweigischen Sparkassenstiftung und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung

 

2014-2015 | „EXIT – the rabbit goes around the tree and down the hole“

Ein theatraler Rundgang.

ITW – Interkulturelle Theaterwerkstatt 2014:

„Als ich noch Märchen gelesen habe, dachte ich solche Dinge könnten niemals passieren, und hier bin ich nun und lebe mein eigenes.“ (Lewis Caroll)

Folge dem weißen Kaninchen! Es wird dir den Ausgang zeigen. Begib dich auf eine Reise durch eine verwinkelte Parallelwelt, in einem verwinkelten alten Haus, indem eine Geschichte stattfindet, die dir vielleicht bekannt vorkommen mag. Die aber trotzdem anders ist, weil drei Köpfe daran maßgeblich Einfluss nahmen. Drei Köpfe, aus drei verschiedenen Ländern, in die du einen Blick werfen darfst. Trau dich, sei HauptdarstellerIn und erlebe dein eigenes Märchen. Aber vergiss nicht dem Kaninchen zu folgen! Es wird dir den Ausgang zeigen.

Im Rahmen der Interkulturellen Theaterwerkstatt 2014 haben sich drei Künstlerinnen aus drei unterschiedlichen Ländern mit dem Begriff „fremd“ auseinandergesetzt. Was ist mir fremd? Bist du es? Das Land in dem ich lebe? Bin ich mir selbst fremd? Bin ich als Türkin in der Türkei anders fremd, als wenn ich als Polin in Polen, als Deutsche in Deutschland fremd bin? Bin ich fremd durch mein Aussehen, durch mein Handeln, durch meine Haltung? Gibt es Verbindungen zwischen den Fremden?

Die Ergebnisse und Antworten auf diese Fragen wurden von Mirja Lendt und ihrem Team von agentur T verdichtet. Verbunden mit Szenarien aus Lewis Carolls „Alice im Wunderland“ entstand eine theatrale Installation über „Fremdheit“. Das Ergebnis darf man betreten. Mehr noch: Die Zuschauer müssen hinein- und hindurchgehen und werden so zur Hauptperson, die ein Wunderland erfahren darf, indem sie Zutritt in die Köpfe der drei KünstlerInnen erhält.

Eine Produktion der agentur t und dem LOT-Theater | künstlerische Leitung: Mirja Lendt | Projektleitung: Martin von Hoyningen Huene | Spiel: Mirja Lendt, Zinnure Türe (Istanbul), Monika Kostrzyńska (Poznan), Silke Stephan, Helge Schuberth | Musik: Philipp Preuss | Ausstattung: Else Castrian | Video: Benjamin Seidel | Technik: Mathias Filbrich, Matthias Kittelmann

agentur T: Exit – the rabbit goes around the tree and down the hole | Foto: kleinekistepengpeng.de

 

2012-2013 | „Die Kiste und die Königin“

Die Kiste und die Königin

Ein spannendes Stück über das Erzählenkönnen für Kinder ab 5 Jahren.

Eine Kiste. Eine Insel. Eine Königin, die nichts weiß. Eine Zauberin, die nichts kann. Was ist in der Kiste? Wo kommt sie her? Und wo sollte sie hin?  Wie geht die Geschichte? Und wie kann man sie erzählen?

Eine Kiste und eine Königin samt Krone werden auf Kirkes Zauberinsel angespült. Leider hat die Königin alles vergessen: Wer sie ist, was passiert ist, wohin sie wollte – und was in der Kiste ist. Und die Kiste lässt sich nicht öffnen.

Wie lockt man das Geheimnis aus der Kiste heraus, wie lassen sich Geheimnisse überhaupt erzählen? Lassen sich überhaupt Geschichten ohne Magie erzählen? Sicher nicht, findet Kirke die Zauberin, und bringt mit ihrem Eingreifen die Dinge noch mehr durcheinander.

Die Arbeit wurde inspiriert durch die großartige Arbeit von „Trauma first“ und deren methodische Ansätze. Wir danken dem Team Dr. Sabine Ahrens-Eipper für die Einblicke und Recherchemöglichkeiten.

Eine Produktion vom LOT-Theater und der agentur T im Rahmen von frühSTÜCK | Idee, Ausarbeitung, Konzept, Musik etc.: Mirja Lendt, Carla Maria vom Hoff, Martin von Hoyningen Huene | Spiel: Mirja Lendt, Carla Maria vom Hoff | Kostüm: Claudia Krauspe | Technik: Daniel Wieschnewski, Othmane Boudouma

 

agentur T: Die Kiste und die Königin